05.06.16 Lobhudelei

Es ist jetzt, nach fünf Wochen, Zeit dem Fels in meiner Brandung mal ordentlich zu danken.

Mein lieber Schatz du verstehst es einfach wunderbar mir die Unterstützung zu geben die ich jetzt brauche.

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Versprochen, es geht wieder nach oben

Es ist nicht immer einfach mit mir, wenn ich mich mal wieder (wenn auch immer nur zeitlich begrenzt) in mein Schneckenhaus zurück ziehe und stumm werde. Mich dann auch mal in Ruhe zu lassen ist sicherlich eine hohe Kunst.

Jederzeit zu erkennen, wann und wie du mir hilfreich zur Seite stehen kannst, das finde ich einfach großartig.

Was uns jetzt ungemein hilft ist unsere Offenheit gegenüber dem anderen zu jeder Zeit.

Kein Unverständnis wenn ich heute, am Sonntag, mal für vier Stunden ins Büro verschwinde, sondern einfach nur Freude wenn ich wieder da bin.

Du hast dir viele Tipps aus dem blauen Ratgeber für Angehörige geholt. Damit zeigst du mir, dass du meine Krankheit als Challenge genauso annimmst wie ich.

Wir werden daran wachsen!

DANKE MATTHIAS 

 

25.05.16 Der Kampf geht weiter

Da lag ich doch schon mit Yuko vorne, da zieht mein gegnerischer Mitbewohner mit Waza-ari an mir vorbei.

War gerade auf dem Weg zur Arbeit heute morgen als das Telefon klingelt.

Vorwahl 06404: es wird doch nicht das Krankenhaus sein?

Doch es war’s.

Die erste Hoffnung Fr. Dr. Köcker-Korus bedankt sich nur für meinen Trans-Alp Tipp bestätigt sich nicht. (War wohl auch ein naiver Gedanke, oder was denkt ihr?)

Der Pathologe hat festgestellt, dass um den entfernten Tumor zu wenig gesundes Gewebe ist.

Das heißt auf deutsch „ich muss noch mal unter’s Messer“.

Nee, das hätte nicht wirklich sein müssen, ist dann aber halt so. Nächsten Dienstag rück ich wieder ein.

Wie entspannend war dann der Nachmittag an der Arbeit. Einfach nicht nachdenken nur „Schaffen“.

Auf den Schreck gibt's heut Abend feinsten Hopfentrank
Auf den Schreck gibt’s heut Abend feinsten Hopfentrank

 

 

22.05.16 Soll erfüllt

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Geht doch schon wieder ganz gut, oder?

Zugegeben, die 5,7 km bin ich nicht am Stück gelaufen. Habe mir auch zwei große Ruhepausen und einen Besuch in der Eisdiele Grünberg mit Matthias, Tom Felix und Kim Melissa gegönnt.

Dann noch flux Arbeit für morgen in Marburg abgeholt und jetzt wird sich auf den Tatort vorbereitet.

Es läuft gut, ich bin sehr zufrieden.

 

 

 

 

20.05.16 Wenn schon, denn schon

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Daumen hoch. Das wird!

Wenn man etwas macht dann richtig, oder?

Es sind beide Brüste operiert worden. Rechts war ja der Tumor klar diagnostiziert. Dort sind auch die Wächterlymphknoten mittels Geigerzähler ausfindig gemacht und entfernt worden. Bei der linken Brust wurde ein verdächtiger Befund gestern noch markiert und dann in der OP ebenfalls entfernt.

Das ist dann doch wohl eher selten so zumindest die Reaktion der Krankenschwestern.

Es ist schon immer etwas merkwürdig wenn man von Mitpatienten gefragt wird weswegen man hier ist. Die Diagnose Brustkrebs lässt dann viele erst mal verstummen. Möchte aber ehrlich sein und kein Drama daraus machen.

Geschäftstüchtig wie man nun mal ist hat Fr. Dr. Köcker-Korus heute morgen gleich eine Velociped Radreise offeriert bekommen. Und noch Tipps für eine gute Vorbereitung auf eine Trans Alp mit dazu. Wir würden bestimmt auch gut zusammen radeln gehen können.

 

Ich packe meine Koffer, und nehme mit…

…die CRAFT, die BERGWELTEN und einen Velociped Katalog für meine Ärztin Frau Dr. Köcker-Korus die gerne Radreisen unternimmt.

Ach ja, und die Sonnenbrille für die Sonnenterrasse in meiner *****Sterne Herberge ist natürlich auch dabei. Und ein Corny, für den Hunger zwischendurch.

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Alles dabei für den Kurzurlaub

Es geht also endlich los mit der Räumungsklage. Und ich bin sicher, ich werde den Prozess gewinnen (Habe ja als Gerichtsschöffin genügend Erfahrung mit solchen Verbrechern 😉

 

 

18.05.16 Voll verstrahlt…

Gegen eine gewisse Routine ist doch nichts zu sagen, oder?

8.00 Uhr Home-Office

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verstrahlte Wächterlymphknoten

9.30 Uhr Abfahrt nach Gießen in die Nuklearmedizinische Praxis.

3 Stunden Warte- und Behandlungszimmer…

…ja, und den Rest kennt ihr ja von gestern, oder?

Bin also heute verstrahlt worden, was ihr auf dem Bild sicher deutlich erkennen könnt, oder? Das bedeutet aber auch, es geht jetzt endlich los.

Klingt vielleicht verrückt, aber ich freu‘ mich fast auf morgen.

 

 

12.05.16 gefühlt 1.000 Fragen

Die Entscheidung von gestern hat sich gesetzt und ich kann mal wieder einfach nur arbeiten gehen.

Aber das ist im Moment gar nicht so einfach. Neue Verantwortlichkeiten sind noch nicht klar geregelt und es herrscht allgemeine Verunsicherung. Auch bei mir. Was soll ich noch machen, was schaffe ich noch bis zum Ende der Woche und und und.  Natürlich stehe ich auch gerne allen noch Rede und Antwort. Heute war das aber teilweise echt wie im Bienenschwarm bei mir im Büro.

War froh als es 20.15 Uhr, der Home-Office Rechner fertig eingerichtet war und ich mich nach einem Telefonat mit meinen Eltern endlich auf die Couch werfen konnte.

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11.05.2016 Die Würfel sind gefallen

Wieso bin ich eigentlich immer so aufgeregt, wenn es wieder mal in Richtung Krankenhaus geht. Heute musste die „Lieblings-Kolleschin“ dran glauben, der ich um 3.30 Uhr eine E-Mail geschrieben habe, weil mir beim Herumwälzen im Bett noch was gaaaanz dringendes eingefallen ist.

Um 8.30 Uhr hatten wir aufgrund guter Judo-Kontakte (vielen Dank an Christian und Hristos) noch einen Termin im Brustkrebszentrum Marburg. Ohne VitaminB hätten wir erst  in zwei Wochen dort einen Termin bekommen.

Die Ärztin, deren Sohn auch schon in Grünberg beim Sommerjudocamp mit mir auf der Judomatte stand,  hat den Befund und die vorgeschlagene Behandlung von Fr. Köcker-Korus in Lich vollkommen bestätigt.

Das gab mir die notwendige Sicherheit um mich für die OP in der Asklepios Klinik in Lich bei der „Felsenkletterin“ am 19.05. zu entscheiden.

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10.05.2016 Ein ganz normaler Tag

Queckbörner Höhe
Queckbörner Höhe

Morgens um 6.00 Uhr ist die Welt im Feld noch völlig in Ordnung.

Wie schön auf einmal so ein schnöder normaler Arbeitstag sein kann.

Einfach mal von 9.00 bis 17.30 Uhr „schaffen“.

Und ich war echt erfolgreich, habe viel erledigt was meinen Kollegen in der Zeit wenn ich nicht da bin, den Rücken frei hält.

Die Coming-Outs werden übrigens weniger. Heute waren es nur noch drei Leute die ich informiert habe.

Morgen wird es noch mal spannend. Habe einen Termin in Marburg um mir eine zweite Meinung einzuholen. Dann sind wieder Warte- und Behandlungszimmer mein Alltag.