23.09.2017 Alles grau, oder was?

DSC00753Hinfort mit der ewigen Jugend. Endlich dazu stehen, dass der Zahn der Zeit an mir nagt. Zugegeben der Zahn gibt seit Beginn der Antihormontherapie echt Gas, aber irgendwann ist der Hormonentzug eh bei jeder Frau sichtbar: Bingowings, Schlabberbauch und graue Haare. Gut, den ersten zwei Anzeichen versuche ich mit Liegestütz und Sporteln noch entgegen zu wirken aber zu meinen grauen Haaren stehe ich jetzt absolut. Das habe ich nicht zuletzt all den tollen Frauen in der Reha zu verdanken. Sie haben ihre Haare, die nach der Chemotherapie mühsam nachgewachsen sind, mit so viel Stolz und Würde getragen.

Dazu das Nasenfahrrad in knallrot, dass bin doch wieder 100% ich.

 

23.05.-14.06.17 Nachlese „echte“ Reha in Scheidegg

Zwei Tage vor Himmelfahrt rief mich also die Paracelsus Klinik Scheidegg an und stellte die entscheidende Frage ob ich spontan am nächsten Tag meine Reha beginnen möchte.

Heilfroh, aber auch mit einem mulmigen Gefühl jetzt zu lauter krebskranken Menschen zu fahren ging es dann also am 23.05. ins Allgäu.

Die Ärzte in Scheidegg sind der Meinung, dass die Patienten am Besten wissen was sie benötigen und entsprechend hat man ganz viel Mitspracherecht bei den verordneten Therapien. Psycholonkologische und kreative Angebote sind sogar ganz freiwillig. Niemand wird gezwungen sich auf etwas einzulassen das er nicht möchte. Continue reading „23.05.-14.06.17 Nachlese „echte“ Reha in Scheidegg“

29.08.17 Und dann ist auf einmal doch alles anders…

Puh, eine lange Zeit ist vergangen. Eine Zeit mit vielen Veränderungen. Das sich etwas tun musste, war schon im März klar. Aber was daraus geworden ist war damals noch nicht abzusehen.

Anfang Mai war der 0-Punkt erreicht. Nichts ging mehr.

Und doch war dieser Punkt so wichtig und kam im genau richtigen Moment. Denn 14 Tage später erhielt ich einen Anruf von der Reha-Klinik ob ich nicht spontan am nächsten Tag meine Reha beginnen will. Wäre es mir nicht so schlecht gegangen und von meiner Frauenärztin bereits aus dem Verkehr gezogen worden hätte ich nie JA dazu sagen können.

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19.03.17 Alternative Therapieformen

Klar liest man viel über Krebs und unterstützende Therapien um ein Rezidiv zu vermeiden. Manche machen eine Misteltherapie. Andere verzichten auf alle möglichen Lebensmittel und Kosmetika um hormonell bedingten Krebs ein Schnippchen zu schlagen. Gerade wieder gelesen: „Bei Frauen mit hormonabhängig wachsendem Brustkrebs senkt Sport den Östrogenspiegel in Blut und Gewebe ebenso wie eine medikamentöse antihormonelle Therapie.“ Bingo, das passt und der Plan ist gefasst.

Ich geh wieder radeln!

Als der Radgott das Cyclocross erfunden hat, hat er sicherlich auch an mich gedacht😂. Ich geb‘ es zu, ich bin ein wenig verliebt😍 in mein neustes Velo.

 

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20.01.17 Himmel auf Erden

Wer am Donnerstag die richtige Entscheidung trifft, hat freitags den (eiskalten) Himmel auf Erden.

Mit so einer Uns-Was-Gutes-Tun-Aktion hätte ich mir im letzten Jahr noch echt schwer getan.

Es lebe das neu erlangte Nicht-Pflichtbewusstsein!

30.10.16 Spontan geht immer

Das kommt dabei raus wenn man Freitag nachmittags gefrustet spontan entschließt der Sonne entgegen zu fahren:

2000 Höhenmeter, 3 Gipfel, 1 traumhafter See, 65 km Allgäu unter den Füßen und 15 Sonnenstunden.

Die neue Woche kann kommen. Sonnenenergie dafür ist genug getankt.

Mag die Zukunft bringen was will, solche Momente bleiben für immer.

 

06.10.16 Trailst du schon oder läufst du noch

Es kommt wieder…

das Gefühl sich mal so richtig verausgaben zu wollen.

Angeschlichen hat es sich schon gestern. Nach dem super schönen Ornach Trail mit dem Radl, den ich bisher noch nie so sauber hinbekommen habe (danke Alex von den Trailgämsen für das super Training am Dienstag) , hatte ich immer noch nicht genug vom Bergauf fahren. Da musste heute also was passieren. Meiner Trailrunning Karriere stand nichts mehr im Wege.

Für alle die jetzt mit dem Begriff nix anfangen können. So schnell wie möglich auf unwegsamen Wanderwegen de Berch enuff und im doppeltem Tempo wieder nunner (den Berg hoch und runter, für alle Nichthessen).

Das hat einfach nur Spaß gemacht. Ok mein Fitnesstracker hat mir nach der Einheit mit fast 500 Höhenmetern eine Erholungszeit von 55! Stunden empfohlen, aber so lang wird es wohl im Allgäu nicht dauern bis der nächste Berg mich sieht.

img_2973Mein gelieberter Ehemann, ich befürchte du hast bald wieder eine Frau die immer noch einen drauf setzen will. Vielleicht erinnerst du dich ja noch wie das noch im letzten Jahr war? Könnte also wieder etwas anstrengender werden. Sorry, aber ich freu mich drauf! 😘

Erst wenn man es wieder fühlt, merkt man was man eine lange Zeit vermisst hat.

28.09.16 Immer schön flexibel bleiben

Das wär‘ letztes Jahr noch das absolute No-Go gewesen…

Beim Radeln den Lift nutzen!

Aber wisst ihr was?

Neue Situationen erfordern ungewöhnliche Entscheidungen.

Wäre doch auch zu schade, dem Spaß am Downhill nur deshalb eine Abfuhr erteilen zu müssen, weil die Kraft grad nicht für beide Richtungen reicht.img_2956

Rekonvaleszenz läuft👍

Viele Grüsse aus der privaten Reha Klinik Burgberg.

 

 

16.08.16 Verlängerung

So fühlt es sich auf jeden Fall an.

Ich habe gefühlte Verlängerung bekommen. Bedeutet, Müdigkeit, Knochenschmerzen und die Gefahr einer Lungenentzündung sind auch die nächsten drei Wochen noch Alltag.

Sonne, Schwimmen und Sauna sind die nächsten sechs Wochen ebenfalls weiterhin ein No go.

Das war also heute die Quintessenz des wieder einmal sensationellen Abschlussgesprächs mit der Ärztin in der Strahlenklinik in Marburg: „Viel trinken, frische Luft und alles wird irgendwann wieder gut“. 😝

Kaum zu glauben wie umständlich es ist einen Adressaufkleber auf seine Krankmeldung zu bekommen. Ich sag nur „GENERVT“.

Und trotzdem hätte ich gerne ein bisschen gefeiert heute, aber  alleine macht das auch nicht wirklich Spaß.

Dann halt der Erschöpfung getrotzt und ’ne Runde gewalkt.

Scheiss auf diese Verlängerung, ich komm‘ jetzt wieder zurück. Brustkrebs war gestern!

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Probier’s mal mit Gemütlichkeit