19.05.19 Kopf vs. Körper

Heut Nacht von einem Triathlon geträumt. Bin total euphorisch aufgewacht mit dem Gedanken:“ Tschakka das wird dein Tag.“ Erster Fuß aus dem Bett. Ach ja, da war doch was. Komme wie immer wie eine alte Frau aus dem Bett gekrochen. Nach dem morgendlichen Hundespaziergang das Gefühl schon alle Energie für diesen Tag verbraucht zu haben. Und zu wissen, eine Runde auf dem Rad würde doch irgendwie gut tun. Nach einer Runde 🧘‍♀️ mit der Balloon App den inneren Schweinehund überwunden. Die ersten 10 km gegen Schmerz und Müdigkeit angeradelt. Die nächsten 10 mit Genuss in die Pedalen getreten. Die letzten 10 alle Energiereserven gebraucht. Sportlich fit sieht anders aus und doch stellt sich später das Gefühl ein alles richtig gemacht zu haben. Schlussendlich sind Kopf und Körper wieder eine Einheit. Oooooommm 🧘‍♀️

Juni 2018: Erste Schritte zum anderen ICH

Unbewusst wie sehr ich es benötigen würde, hatte ich mich im April 2018 für einen Yogakurs mit Lyn Jantosca angemeldet. Was ich nicht wissen konnte: Wie sehr mir Lyn als Yogalehrerin taugt, wie sehr ich die Meditation beim Yoga genießen kann, wie wenig anstrengende Übungen ich brauche um glücklich aus dem Kurs zu kommen.

Und ein altes Hobby habe ich im letzten Sommer wiederentdeckt. Das Nähen. Anfangs hatte ich nicht die Nerven schwierige Projekte zu meistern. Also fing ich mit Duftsäckchen an. Mittlerweile ist das Nähen so wertvoll wie jede Psychotherapie für mich. Sogar mit eigenem Instagram Profil 🤗

08.05.19 Schmerz lass nach

Was macht man wenn einen fiese Schmerzen schon seit Tagen im Griff haben und einen auch die wirklich tolle Meditationsapp Balloon nur phasenweise in den Schlaf meditiert (komischerweise ist mein Göttergatte immer nach spätestens 5 min. zuhören tief eingeschlafen😴). und der Tag eigentlich schon am Morgen beim Aufstehen zur Qual wird?

Ich habe es heute mal so probiert

Motte war begeistert mal wieder richtig Gas zu geben und meinen Gebeinen hat es auch gut getan. Jetzt ist halt die Müdigkeit wieder da, aber ich kann einfach nicht mehr alles haben.

23.09.2017 Alles grau, oder was?

DSC00753Hinfort mit der ewigen Jugend. Endlich dazu stehen, dass der Zahn der Zeit an mir nagt. Zugegeben der Zahn gibt seit Beginn der Antihormontherapie echt Gas, aber irgendwann ist der Hormonentzug eh bei jeder Frau sichtbar: Bingowings, Schlabberbauch und graue Haare. Gut, den ersten zwei Anzeichen versuche ich mit Liegestütz und Sporteln noch entgegen zu wirken aber zu meinen grauen Haaren stehe ich jetzt absolut. Das habe ich nicht zuletzt all den tollen Frauen in der Reha zu verdanken. Sie haben ihre Haare, die nach der Chemotherapie mühsam nachgewachsen sind, mit so viel Stolz und Würde getragen.

Dazu das Nasenfahrrad in knallrot, dass bin doch wieder 100% ich.

 

23.05.-14.06.17 Nachlese „echte“ Reha in Scheidegg

Zwei Tage vor Himmelfahrt rief mich also die Paracelsus Klinik Scheidegg an und stellte die entscheidende Frage ob ich spontan am nächsten Tag meine Reha beginnen möchte.

Heilfroh, aber auch mit einem mulmigen Gefühl jetzt zu lauter krebskranken Menschen zu fahren ging es dann also am 23.05. ins Allgäu.

Die Ärzte in Scheidegg sind der Meinung, dass die Patienten am Besten wissen was sie benötigen und entsprechend hat man ganz viel Mitspracherecht bei den verordneten Therapien. Psycholonkologische und kreative Angebote sind sogar ganz freiwillig. Niemand wird gezwungen sich auf etwas einzulassen das er nicht möchte. Continue reading „23.05.-14.06.17 Nachlese „echte“ Reha in Scheidegg“

29.08.17 Und dann ist auf einmal doch alles anders…

Puh, eine lange Zeit ist vergangen. Eine Zeit mit vielen Veränderungen. Das sich etwas tun musste, war schon im März klar. Aber was daraus geworden ist war damals noch nicht abzusehen.

Anfang Mai war der 0-Punkt erreicht. Nichts ging mehr.

Und doch war dieser Punkt so wichtig und kam im genau richtigen Moment. Denn 14 Tage später erhielt ich einen Anruf von der Reha-Klinik ob ich nicht spontan am nächsten Tag meine Reha beginnen will. Wäre es mir nicht so schlecht gegangen und von meiner Frauenärztin bereits aus dem Verkehr gezogen worden hätte ich nie JA dazu sagen können.

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19.03.17 Alternative Therapieformen

Klar liest man viel über Krebs und unterstützende Therapien um ein Rezidiv zu vermeiden. Manche machen eine Misteltherapie. Andere verzichten auf alle möglichen Lebensmittel und Kosmetika um hormonell bedingten Krebs ein Schnippchen zu schlagen. Gerade wieder gelesen: „Bei Frauen mit hormonabhängig wachsendem Brustkrebs senkt Sport den Östrogenspiegel in Blut und Gewebe ebenso wie eine medikamentöse antihormonelle Therapie.“ Bingo, das passt und der Plan ist gefasst.

Ich geh wieder radeln!

Als der Radgott das Cyclocross erfunden hat, hat er sicherlich auch an mich gedacht😂. Ich geb‘ es zu, ich bin ein wenig verliebt😍 in mein neustes Velo.

 

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20.01.17 Himmel auf Erden

Wer am Donnerstag die richtige Entscheidung trifft, hat freitags den (eiskalten) Himmel auf Erden.

Mit so einer Uns-Was-Gutes-Tun-Aktion hätte ich mir im letzten Jahr noch echt schwer getan.

Es lebe das neu erlangte Nicht-Pflichtbewusstsein!

30.10.16 Spontan geht immer

Das kommt dabei raus wenn man Freitag nachmittags gefrustet spontan entschließt der Sonne entgegen zu fahren:

2000 Höhenmeter, 3 Gipfel, 1 traumhafter See, 65 km Allgäu unter den Füßen und 15 Sonnenstunden.

Die neue Woche kann kommen. Sonnenenergie dafür ist genug getankt.

Mag die Zukunft bringen was will, solche Momente bleiben für immer.

 

06.10.16 Trailst du schon oder läufst du noch

Es kommt wieder…

das Gefühl sich mal so richtig verausgaben zu wollen.

Angeschlichen hat es sich schon gestern. Nach dem super schönen Ornach Trail mit dem Radl, den ich bisher noch nie so sauber hinbekommen habe (danke Alex von den Trailgämsen für das super Training am Dienstag) , hatte ich immer noch nicht genug vom Bergauf fahren. Da musste heute also was passieren. Meiner Trailrunning Karriere stand nichts mehr im Wege.

Für alle die jetzt mit dem Begriff nix anfangen können. So schnell wie möglich auf unwegsamen Wanderwegen de Berch enuff und im doppeltem Tempo wieder nunner (den Berg hoch und runter, für alle Nichthessen).

Das hat einfach nur Spaß gemacht. Ok mein Fitnesstracker hat mir nach der Einheit mit fast 500 Höhenmetern eine Erholungszeit von 55! Stunden empfohlen, aber so lang wird es wohl im Allgäu nicht dauern bis der nächste Berg mich sieht.

img_2973Mein gelieberter Ehemann, ich befürchte du hast bald wieder eine Frau die immer noch einen drauf setzen will. Vielleicht erinnerst du dich ja noch wie das noch im letzten Jahr war? Könnte also wieder etwas anstrengender werden. Sorry, aber ich freu mich drauf! 😘

Erst wenn man es wieder fühlt, merkt man was man eine lange Zeit vermisst hat.