Das Leben mit Fatique Vol. 2 – der tägliche Kampf um Energie

Ja es ist Wahnsinn. Wirklich Wahnsinn. Ich kann es nicht anders erklären. Was mit mir und meinem Körper geschieht ist Wahnsinn.

Ich kann 4 Stunden am Stück Bergwandern und fühle mich danach normal erschöpft, zufrieden und ausgeglichen.

Ich gehe abends 90 min. Yoga 🧘‍♂️ machen, empfinde dies als Hochleistungssport und krieche danach mit letzter Kraft ins Bett.

Wir haben Besuch, und nach 2 Stunden Huigarte (allgäuerisch für miteinander quatschen) muss ich mich aus der Gruppe ausklinken, weil ich einfach nicht mehr kann. Nur noch Ruhe, im Bett liegen, Schlafen. Mehr ist nicht mehr möglich.

Nähprojekte brauchen keine Tage, sondern Wochen. Weil es einfach nicht möglich ist, länger wie 2 Stunden am Stück die Konzentration und Energie an der Nähmaschine aufzubringen.

Und dann gibt es sie wieder. Einzelne Tage an denen es fast so scheint, die Erschöpfung wäre verschwunden. Ich nehme sie ganz genau wahr. Erfreue mich an meiner Kraft und der Vorfreude: „Aber jetzt, jetzt ist es wirklich vorbei mit der Erschöpfung!“. Ihr habt genau gelesen, oder? Ja es sind (noch) einzelne Tage und die wiederholen sich auch (noch nicht) wirklich oft. Sie geben mir immer ein Gefühl von „ich bin wieder ich“, zu krass ist einfach die täglich spürbare Veränderung des eigenen Seins.

31.12.16 Lasst die Korken knallen

Letztens auf Facebook gelesen:

Mein Jahr in drei Worten?

Bitte nicht noch mal.

Mmmh🤔

Stimmt irgendwie und irgendwie auch gar nicht.

Ich fühle mich heute viel klarer fokussiert auf das Wesentliche und ich weiß jetzt, dass ich mit Krisen umgehen kann. Es macht mich deshalb stolz auf das Jahr zurück zu blicken.

Und natürlich wäre ich doch auch gerne noch die ’nen Arzt nur sporadisch mal zur Routineuntersuchung besuchende pumperlgesunde Seele‘, die noch genauso fit ist wie zu Beginn des Jahres.

Aber Kinners was soll’s?

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Genießt jeden Tag und lasst die Sorgen einfach mal Sorgen sein.

Stellt euch doch mal neben euch und bewertet mit eine wenig Abstand ob es wirklich lohnt sich über jeden Mist und (vermeintliche) Probleme aufzuregen. Könnte fast wetten, dass das bei genauer Betrachtung oftmals gar nicht nötig ist.

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13.06.16 Ein ganz besonderer Tag

Stell dir vor du feierst Geburtstag und gehst nicht hin.

8:00 Uhr: Mann, was ein Wetter heute. Der Himmel zeigt sich dunkelgrau und so sieht es morgens auch bei mir im Gemüt aus.

Was ein Glück, dass es die fleißige Claudia von Velociped gibt, die mich den ganzen Vormittag mit Arbeit gut eindeckt. Hinter diesem Schutzwall verstecke ich mich dann auch erst mal vor telefonischen Glückwünschen.

14:00 Uhr: Wetter und Gemüt haben sich beruhigt. O.k., dass Wetter gibt noch nicht ganz Ruhe und bäumt sich bis 15.40 Uhr noch mal so richtig auf, aber die Planungen für heute Abend laufen.

18:00 Uhr: Was soll ich sagen? Am Himmel und in meinem Herzen strahlt die Sonne. Die ersten Gäste trudeln ein.

00:30 Uhr: Feierabend. Im Bett höre ich noch die fleißigen Heinzelmännchen im Wohnzimmer (Danke Anna  Lisa, Tom Felix und Kim Melissa)

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Ihr alle habt diesen Tag zu einem tollen Tag gemacht

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The day after…