Das Leben mit Fatique Vol. 7 – Alte Knochen biegen

Hier und heute lass ich also mal die Hosen runter. Wie sieht es denn aus mit Sport bei einer chronischen Fatique?

Damals nach den zwei Brust OP’s. Oh was habe ich die Übungen belächelt, die ich vom Krankenhaus mitbekommen habe um die Beweglichkeit der Arme und des Oberkörpers wieder herzustellen. Pillepalle, Was soll ich denn damit anfangen?

Ich bin gelaufen, geradelt habe Krafttraining gemacht und sogar wieder auf der Judomatte gestanden. Weil: viel Sport bei Fatique ist ja sooo gut. NEIN, NEIN UND NOCHMAL NEIN. Ich widerspreche dem vehement. Denn die Dosis macht das Gift, das wusste schon der alte Paracelsus.

Heute sieht meine Sportwoche in etwa so aus:

  • Täglich: 30 min. MBSR Meditation für die Akzeptanz
  • Täglich: 10 min. Yoga Sonnen- oder Mondgruss für die teuflischen Schmerzen in Muskeln und Gelenken
  • täglich: 15 min. Pilates für die ganz gemächliche Stärkung aller Muskelgruppen
  • 2 mal wöchentlich: 45 min. eine ganz lockere Runde Nordic Walking
  • wöchentlich: eine Wanderung auf einer der Allgäuer Berge oder auch mal eine E-Bike Tour mit einigen Höhenmetern

Es ist genau das was mir das Gefühl gibt „es tut mir für Körper und Geist gut“. Ich ordne der täglichen Bewegung vieles unter. Das kann ich weil ich in Rente bin und auch niemanden mehr versorgen muss. Ich bin in der absolut privilegierten Situation mich hauptsächlich um mich kümmern zu dürfen und dafür bin ich sehr dankbar. Denn an manchen Tagen passiert außer dem Sportprogramm rein gar nichts mehr, weil es mir zu viel ist.

08.04.2020 Von wegen nix ist wie vorher…

Wenn es DIE eine Sache gibt die, wenn ich mal so richtig überlege vor dem Krebs nicht anders als nach dem Krebs ist, dann ist das meine Liebe zum Drahtesel. Hier seht ihr meine Radl Kinderstube angewachsen von 2013 – 2019. 🚲 💕 was da wohl 2020 kommen wird??? 🤔

Oktober 2018: Mit Akku geht es auch

So ganz kann ich es immer noch nicht fassen.

Ich, die totale Gegnerin des E-Bikes ist jetzt Besitzerin eines solchen. Das ist vielleicht von außen betrachtet die krasseste Veränderung seit April. Niemals hätte ich Anfang des Jahres in Betracht gezogen mit Unterstützung zu radeln. Viel zu gerne habe ich mich den Berg hochgeschunden. Jetzt da meine eigenen Akkus einfach einen Defekt im Ladevorgang haben muss es der Zweitakku am Rad richten.

Fazit: bergauf geht es jetzt zügiger, dafür ist es bergab mit dem Mehrgewicht jetzt kräfteraubender. Mein geliebtes Lady Spirit werde ich hoffentlich nicht für immer in die Ecke stellen. Das ist und bleibt einfach mein Berghammer.

05.07.19 Du weißt das du Rentner bist, wenn…

…Du in deiner „Arbeitswoche“ jeden Tag bei irgendeinem Arzt, Therapeuten oder im Krankenhaus ( o.k. Das waren nur Krankenbesuche) warst.

…Du die Möglichkeit hast, diese notwendigen Besuche auch mal mit einer Radltour zu verbinden

… Du dazu dein E-Bike nutzt, und langsam richtig auf den Geschmack kommst mit Motorunterstützung unterwegs zu sein (und das bis der Akku leer ist😊)