19.07.16 Lebensversicherung

Schon seit sehr langer Zeit zahle ich ohne es wirklich zu wissen in eine Lebensversicherung ein. Und jetzt nehme ich sie gerade in Anspruch.

Was ich meine?

Meine Sportlichkeit, meine körperliche Verfassung  und meine positive Einstellung, dass ist meine Lebensversicherung für lau.

Manche halten auch Vorsorgeuntersuchungen für eine Lebensversicherung. Aber was will man mit einer diagnostizierten Krankheit anfangen, wenn der eigene Körper dann nichts dagegen ausrichten kann.

Ich komme gut klar mit meinem Krebs, habe mich mit ihm arrangiert und ihm einiges entgegen zu setzen

Die Nebenwirkungen der Behandlungen kann ich auch jetzt noch mit ’ner Runde lockerem Sporteln entgegen wirken. Meine Haut ist (lt. Krankenschwester wegen fehlender Speckfalten😅) bis jetzt kaum von der Bestrahlung in Mitleidenschaft gezogen und nach jeder OP war ich direkt wieder fit. Und klar, es gibt Tiefs in dieser Zeit, ich habe es geschafft mich bisher immer wieder da raus zu holen.

Mein Tipp:

Bewegt euch, ernährt euch bewusst und habt das Glas immer halb voll.

Dann kann euch so schnell nichts aus der Bahn werfen.

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17.07.16 Der Hirsch ruft

Nach gefühlten Jahren der Abstinenz (zugegeben es waren nur drei Monate) haben wir heute endlich wieder den ersten Trail im Heimatgebirge Vogelsberg unter die Räder genommen. Der Hirschtrial ist der Flowtrail auf dem Hoherodskopf und hat seinem Namen auch heute alle Ehre gemacht.

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Was ein geiles Gefühl wieder auf dem Bock zu sitzen. Da kommt kein Rennrad mit. Die Kraft gerade beim runterknüppeln fehlt noch, da ist auch mal ein Baumstamm zu viel auf dem Weg😳, aber einen Heidenspass hat’s trotzdem gemacht.

So geht’s mental wie körperlich bestens präpariert in die kommende Bestrahlungswoche.

05.07.16 Die Luft ist raus

Puh, kann das Leben anstrengend sein…

Seit letzter Woche düse ich also jetzt jeden Morgen um kurz nach 7 Uhr nach Marburg (nicht das ich das in meinem „früheren Leben“ nicht auch immer getan hätte) und lass‘ mich bestrahlen.

Wenn ich dann gut zwei Stunden später wieder zuhause bin, geht erst mal gar nix. Ab ins Bett und noch mal ’ne Runde ausruhen ist dann angesagt.

Radeln 🚴 geht schon wieder gemächlich aber stetig. Heute das erste Mal die 30 km geknackt. Die Outdoor-Bewegung ist ja schließlich ärztlich verordnet, die lass‘ ich auf keinen Fall schleifen.

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So schön war’s heut am Wegesrand. Da fehlt der Sommer (fast) gar nicht.

Was ich gerade nicht mehr schaffe?

Jeden Tag zu arbeiten. Habe jetzt beschlossen, arbeitsmäßig wirklich etwas kürzer zu treten und nur an drei Wochentagen im Home-Office zu sitzen. Mal sehen ob es mir gelingt.

23.-26.06.16 Kraftort

Ganze sechs Wochen hat es gedauert bis wir wieder dahuim san.

Vier herrliche Tage im Allgäu sollten mich wieder auf die Spur bringen.

und das war das passende Programm dazu:

 

Burgruine Fluhenstein
Burgruine Fluhenstein
  • Stand up paddeling am Alpsee mit herrlicher Bergkulisse
  • gemütliches Radeln nach Oberstdorf entlang der Iller bis zum Illerursprung
  • Wanderung zum verschwundenen Dorf Oberried oberhalb von Sonthofen
  • Nordic walking auf dem Hornweg am Immenstädter Horn mit teils abenteurlicher Wegsuche

Die Bewegung (oder vielleicht besser Reha-Sport) und die Ruhe haben dazu geführt das ich ein paar Entscheidungen treffen konnte.

 

18.06.16 Platzregen

Hallo Petrus,

Patschnass bis auf die Unnerbux
Patschnass bis auf die Unnerbux

hab‘ doch verstanden, dass die nächsten Wochen kein Zuckerschlecken werden. Musst du mir dann bei meiner ersten Sporteinheit gleich ein Gewitter mit Starkregen schicken?

Das Gewitter kam wie der Krebs in mein Leben, ohne Vorwarnung und mit voller Wucht.

Den Spaß hat mir das Gewitter aber nicht am Walken genommen. Das tut so gut sich wieder zu bewegen, wenn auch um einiges gemütlicher wie noch vor fünf Wochen. „18.06.16 Platzregen“ weiterlesen

11.06.16 Lesestunde

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Gerade dabei mit ’nem guten Latte Macchiato auf der Terrasse das Internet zum Thema Antihormontherapie zu befragen.

Bin auf zwei interessante Artikel gestoßen:

SPORT BEI KREBS: SO WICHTIG WIE EIN MEDIKAMENT

Die Wirkungen von Sport bei Krebspatienten wurden in letzter Zeit vermehrt in klinischen Studien untersucht. Dabei hat sich gezeigt, dass körperliche Aktivität messbar die Nebenwirkungen einer Chemo- oder antihormonellen Therapie reduzieren kann.

Und aus dem blauen Ratgeber der Krebshilfe

Inzwischen weiß man, dass nach Brustoperationen, bei denen zusätzlich nur die sogenannten „Wächter“-Lymphknoten (Sentinel-Lymphknoten) entfernt wurden und die Heilung unkompliziert verlief, wieder nahezu alle Sportarten möglich sind.

Egal wie ich mich dann zum Thema Antihormontherapie entscheide. Mit dem Sport kann ich laut Arzt in gut einer Woche wieder starten. Und da muss ich nicht lange überlegen. Damit wird dann sofort wieder begonnen.

 

02.06.16 Entlassung

Worte sind nur Hülsen, lieber Georgie.

Das bestätigt auch wieder das Wort Entlassung.

Für den Einen mag dieses Wort ein Schicksalsschlag bedeuten, für mich bedeutet es heute Freiheit.

Manchmal kann ich sie immer noch nicht glauben, die Diagnose Brustkrebs. Abgesehen von leichten OP Schmerzen geht es mir doch so gut. Da fehlt einfach noch mein Verständnis für die weiteren Behandlungsschritte.

Ich will endlich wieder auf den Berg,

schreit es innerlich in mir.

Und ich werde heute auch gleich wieder klein anfangen und freue mich auf den Hundespaziergang heute Mittag.

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Ein wenig müde noch der alte Herr

29.05.16 laaangweilig…

Jetzt ist es also passiert.

Die Langeweile hat mich mit voller Breitseite erfasst.

Will mich endlich wieder bewegen, auspowern, dumme Sachen machen.

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10 Tage nach der OP

Aber es geht noch nix. Meine Wunden sind noch nicht verheilt und melden sich tags wie nachts doch immer noch zu Wort. Heute war ich wenigstens so mutig und habe alle Pflaster entfernt.

 

 

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Quell des Lebens

Mein sehnsüchtiger Blick geht ins Sportzimmer. Wenigstens ein wenig wohl dosierten Sport dort hätte ich mir vor der ersten OP zum jetzigen Zeitpunkt vorstellen können.

 

Und dann verlängert sich die Ruhepause durch die zweite OP am Dienstag noch mal.

Ach, was beschwer ich mich eigentlich. War doch klasse der Gang mit dem Staubsauger heut durch’s ganze Haus 😉

Heut‘ Abend wird Zerstreuung im Kino Grünberg gesucht. Wir lassen uns mal Schrotten.