Oktober 2018: Mit Akku geht es auch

So ganz kann ich es immer noch nicht fassen.

Ich, die totale Gegnerin des E-Bikes ist jetzt Besitzerin eines solchen. Das ist vielleicht von außen betrachtet die krasseste Veränderung seit April. Niemals hätte ich Anfang des Jahres in Betracht gezogen mit Unterstützung zu radeln. Viel zu gerne habe ich mich den Berg hochgeschunden. Jetzt da meine eigenen Akkus einfach einen Defekt im Ladevorgang haben muss es der Zweitakku am Rad richten.

Fazit: bergauf geht es jetzt zügiger, dafür ist es bergab mit dem Mehrgewicht jetzt kräfteraubender. Mein geliebtes Lady Spirit werde ich hoffentlich nicht für immer in die Ecke stellen. Das ist und bleibt einfach mein Berghammer.

Rückblick September 2018: ein Wunsch geht in Erfüllung

In der Reha hatte ich mir einen Wunsch notiert. Eine Mehrtageswanderung mit Motte.

Habe lange überlegt ob ich das kräftemässig überhaupt schaffe. Entschieden habe ich mich dann für vier Tage auf dem 🌋 Rundweg direkt vor der Haustür von Grünberg bis Herbstein. Mit der Option jederzeit mit dem Auto abgeholt werden zu können wenn es zu viel wird. Alles andere habe ich mir nicht zugetraut. Es waren wundervolle Tage. Ich habe gemerkt, wandern, fast meditativ einen Schritt vor den anderen zu setzen, tut mir unheimlich gut. In den Übernachtungsorten angekommen war nichts anderes zu tun, als zu duschen, die Energiespeicher zu füllen und schlafen. Der nächste Tag war bereits geplant und ich musste nur weiter laufen. Was eine herrliche Zeit.

Impressionen einer wundervollen Wanderung

Rückblick Juli 2018: Reha II mit Motte

Mein Rehaantrag den ich im April 2018 noch mit der Erwartung gestellt hatte, dort wieder Kraft für den Alltag zu tanken, ist problemlos bei der DRV genehmigt worden. Sogar meine Wunschklinik, in der ich Reha mit Hund 🐕 machen kann, bekam ich zugesprochen. Jetzt sieht die Situation etwas anders aus. Ich bin vorerst nicht mehr arbeitsfähig. Weiß noch gar nicht wie lange ich das sein werde, und ob die Rehaklinik für meine mittlerweile diagnostizierte schwere Erschöpfungsdepression bei chronischer Fatique die Richtige ist.

Was soll ich sagen? Das beste an der Reha war, dass Motte bei mir war.

„Rückblick Juli 2018: Reha II mit Motte“ weiterlesen

Rückblick Juni 2018: Erste Schritte zum anderen ICH

Unbewusst wie sehr ich es benötigen würde, hatte ich mich im April 2018 für einen Yogakurs mit Lyn Jantosca angemeldet. Was ich nicht wissen konnte: Wie sehr mir Lyn als Yogalehrerin taugt, wie sehr ich die Meditation beim Yoga genießen kann, wie wenig anstrengende Übungen ich brauche um glücklich aus dem Kurs zu kommen.

Und ein altes Hobby habe ich im letzten Sommer wiederentdeckt. Das Nähen. Anfangs hatte ich nicht die Nerven schwierige Projekte zu meistern. Also fing ich mit Duftsäckchen an. Mittlerweile ist das Nähen so wertvoll wie jede Psychotherapie für mich. Sogar mit eigenem Instagram Profil 🤗

Rückblick April 2018: Ich will nicht mehr

Es ging…

… es ging irgendwie, aber es ging nicht gut.

Nach der Entfernung meiner Eierstöcke kurz vor Weihnachten 2017 kam ich einfach nicht mehr auf die Beine.

Ich habe das wohl gemerkt und versucht mir bei Hausärztin, Frauenärztin und Psychoonkologin Hilfe zu holen. Verstanden hat mich niemand. Selbst als ich äußerte das ich Suizid Gedanken habe wurde das abgetan. Ein Suizidversuch der vielleicht hätte verhindert werden können, wenn man mir frühzeitig geholfen hätte. So aber war die Verzweiflung über den einfach nicht mehr zu bewältigenden Alltag zu groß für mich.

Noch heute bin ich bestürzt wie wenig sich Ärzte mit der Erkrankung Fatique auskennen und beschäftigen. Ich hätte gerne auf so eine Grenzerfahrung verzichtet.

Das ist doch eigentlich ein Irrsinn. Da wird man von der vermeintlich tödlichen Erkrankung Krebs befreit und ist dann bereit freiwillig auf das Leben zu verzichten. Und das, weil sich keiner meiner behandelnden Ärzte mit den Neben- und Nachwirkungen einer Krebstherapie auseinander gesetzt hat. Hier läuft in der Krebs Nachsorge definitiv etwas falsch.

Rückblick 2018

Unter diesem Menüpunkt möchte ich gerne im Laufe der Zeit das für mich bedeutendste und anstrengendste Jahr nach der Krebserkrankung im Jahr 2016 rekapitulieren. In der Lage meinen Blog in dieser Zeit mit Zeilen zu füllen war ich nicht. So wird es also jetzt einen Rückblick geben, welcher hoffentlich denen Zuversicht schenkt die auch gerade denken: Nichts, aber auch wirklich nichts geht mehr.

Ja und irgendwann schien die Sonne auch für mich wieder