05.01.18 Alles gut!

Schön wenn man seinen Gefühlen über den Weg trauen kann…

…und doch spüre ich meine Anspannung deutlich als ich den Anruf bekomme mit dem histologischen Befund.

Alles gutartig – was da noch kurz vor Weihnachten aus mir rausgeschnippelt wurde. „Nur“ die Nebenwirkungen der Antihormontherapie.

Yippie🎉

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23.09.2017 Alles grau, oder was?

DSC00753Hinfort mit der ewigen Jugend. Endlich dazu stehen, dass der Zahn der Zeit an mir nagt. Zugegeben der Zahn gibt seit Beginn der Antihormontherapie echt Gas, aber irgendwann ist der Hormonentzug eh bei jeder Frau sichtbar: Bingowings, Schlabberbauch und graue Haare. Gut, den ersten zwei Anzeichen versuche ich mit Liegestütz und Sporteln noch entgegen zu wirken aber zu meinen grauen Haaren stehe ich jetzt absolut. Das habe ich nicht zuletzt all den tollen Frauen in der Reha zu verdanken. Sie haben ihre Haare, die nach der Chemotherapie mühsam nachgewachsen sind, mit so viel Stolz und Würde getragen.

Dazu das Nasenfahrrad in knallrot, dass bin doch wieder 100% ich.

 

29.08.17 Und dann ist auf einmal doch alles anders…

Puh, eine lange Zeit ist vergangen. Eine Zeit mit vielen Veränderungen. Das sich etwas tun musste, war schon im März klar. Aber was daraus geworden ist war damals noch nicht abzusehen.

Anfang Mai war der 0-Punkt erreicht. Nichts ging mehr.

Und doch war dieser Punkt so wichtig und kam im genau richtigen Moment. Denn 14 Tage später erhielt ich einen Anruf von der Reha-Klinik ob ich nicht spontan am nächsten Tag meine Reha beginnen will. Wäre es mir nicht so schlecht gegangen und von meiner Frauenärztin bereits aus dem Verkehr gezogen worden hätte ich nie JA dazu sagen können.

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07.03.17 Im hohen Norden

Schweren Herzens habe ich spontan die ITB in Berlin abgesagt. Bin also nur mit nach Hamburg zu einem Meeting und habe dann den Rest der Geschäftsführung alleine nach Berlin ziehen lassen. Das ist mir schon echt schwer gefallen, aber auch das gehört zu meinem Programm wieder mehr Lebensqualität zu bekommen.

Hatte dann noch einen wunderschönen Abend in Hamburg mit meiner Tochter.

Lisi, dass müssen wir öfter machen!

01.03.2017 Tief im Tal

IMG_3148Wow, fast zwei Monate hab ich jetzt mal so richtig in ’nem echt tiefen Loch gesteckt. Habe gar keine Worte gefunden das hier auszudrücken.

Ich war schon fast am Aufgeben mit der Antihormontherapie. Das Tamoxifen hat mich körperlich und seelisch immer mehr zermürbt.

Den ersten Rettungsanker habe ich mit einem Reha-Antrag geworfen. Habe mich dazu entschlossen, weil ich einfach nichts unversucht lassen will mit den Nach- und Nebenwirkungen der Therapien umgehen zu lernen. Jetzt ist abwarten angesagt was die Rentenversicherung dazu sagt.

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01.11.16 Kürbisgefühle

Unter Tamoxifen fühlt man sich manchmal so ähnlich wie ein Kürbis.

img_4793Man beginnt prachtvoll und kraftstrotzend und wird dann langsam aber stetig ausgehöhlt. Das sieht am Anfang auch noch richtig gut aus, aber mit der Zeit laugt auch der prächtigste Kürbis aus.

Egal wie beschwerlich auch das in die Gänge kommen Morgens jetzt manchmal sein mag. Das ich mal völlig zermatscht und schimmelig irgendwo in der Ecke verwese ist ein Schicksal das ich definitiv nicht mit den Kürbissen teilen werde. Positiv zu denken und den Alltag aktiv zu gestalten wirkt bei mir wie eine Frischzellenkur.

Wie soll Martin Luther einmal gesagt haben:

Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht; ich würde heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.

Ganz genau so würde ich das auch tun!

28.09.16 Immer schön flexibel bleiben

Das wär‘ letztes Jahr noch das absolute No-Go gewesen…

Beim Radeln den Lift nutzen!

Aber wisst ihr was?

Neue Situationen erfordern ungewöhnliche Entscheidungen.

Wäre doch auch zu schade, dem Spaß am Downhill nur deshalb eine Abfuhr erteilen zu müssen, weil die Kraft grad nicht für beide Richtungen reicht.img_2956

Rekonvaleszenz läuft👍

Viele Grüsse aus der privaten Reha Klinik Burgberg.

 

 

18.09.16 Tamoxifen und die Folgen

Nach drei Monaten Tamoxifen und mittlerweile einziger mir noch verbliebener Krebstherapie kann ich folgendes vermelden.

Das vermeintliche Teufelszeug ist bei mir in den Nebenwirkungen relativ harmlos, die Gliederschmerzen nerven schon, sind aber durch Ablenkung und Sport auszuhalten.

Also kein Grund den „Krebszellenverhungerer“ nicht zu nehmen. Da stellt sich doch mal wieder raus, man muss nicht alle Horrorgeschichten glauben die man so ließt.

Gestern morgen waren die Schmerzen nicht ohne, dafür die Ablenkung um so schöner.

Es ging nach Gundeflingen zum Camba old factory Bierfestival.

Eine cooles Ding. 40 Hobbybrauer haben ihre Biere zum Testen mitgebracht und wir haben mit vielen von ihnen gefachsimpelt.  Als Dreingabe gab es noch das Treffen mit einem alten Schulkollegen. Götz ist mittlerweile Geschäftsführer einer der wohl innovativsten deutschen Craftbierbrauereien, der Camba Bavaria. Bei so geballtem Brauerwissen verging die Zeit wie im Fluge.

Den Abend toppen konnte noch das Camba Black Shark. Danach war Bettruhe dringend notwendig.

 

 

12.07.16 Gedankenkarussell

Brustkrebs kann auch tödlich sein.  Das will ich ja nicht wirklich hören und erst recht nicht glauben. Aber der Tod der Sportreporterin Jana Thiel gestern mit 44 Jahren hat mich doch wieder daran erinnert.

Da spuken doch immer wieder auch mal Gedanken wie „was wäre wenn ich nicht krebsfrei bleibe, sich ein Rezidiv entwickelt?“ in meinem Kopf herum.

Das Leben doch irgendwie ändern, weniger arbeiten, gesünder leben und die verbleibende Zeit nur noch genießen?

15 km mit den Inlinern rund um den Niddaer Stausee  hab ich mich diesen Gedanken heut‘ hingegeben.

Fazit

ich bin ein Arbeitstier, lebe gesund genug und genießen tu ich mein Leben auch jetzt schon.

NEIN es wird gar nix geändert.

Stimmt nicht ganz. Es gab heut Superfood Quinoa Frikadellen vom vegetarischen Food Blog herrgruenkocht.

Matthias hat es auch geschmeckt, aber zugegeben das Tomahawk  Steak am Wochenende vom 1. deutschen Fleischsommelier Der Vogelsberger war ihm lieber.

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Vogelsberger Weideochse in Bestform