05.01.18 Alles gut!

Schön wenn man seinen Gefühlen über den Weg trauen kann…

…und doch spüre ich meine Anspannung deutlich als ich den Anruf bekomme mit dem histologischen Befund.

Alles gutartig – was da noch kurz vor Weihnachten aus mir rausgeschnippelt wurde. „Nur“ die Nebenwirkungen der Antihormontherapie.

Yippie🎉

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23.09.2017 Alles grau, oder was?

DSC00753Hinfort mit der ewigen Jugend. Endlich dazu stehen, dass der Zahn der Zeit an mir nagt. Zugegeben der Zahn gibt seit Beginn der Antihormontherapie echt Gas, aber irgendwann ist der Hormonentzug eh bei jeder Frau sichtbar: Bingowings, Schlabberbauch und graue Haare. Gut, den ersten zwei Anzeichen versuche ich mit Liegestütz und Sporteln noch entgegen zu wirken aber zu meinen grauen Haaren stehe ich jetzt absolut. Das habe ich nicht zuletzt all den tollen Frauen in der Reha zu verdanken. Sie haben ihre Haare, die nach der Chemotherapie mühsam nachgewachsen sind, mit so viel Stolz und Würde getragen.

Dazu das Nasenfahrrad in knallrot, dass bin doch wieder 100% ich.

 

23.05.-14.06.17 Nachlese „echte“ Reha in Scheidegg

Zwei Tage vor Himmelfahrt rief mich also die Paracelsus Klinik Scheidegg an und stellte die entscheidende Frage ob ich spontan am nächsten Tag meine Reha beginnen möchte.

Heilfroh, aber auch mit einem mulmigen Gefühl jetzt zu lauter krebskranken Menschen zu fahren ging es dann also am 23.05. ins Allgäu.

Die Ärzte in Scheidegg sind der Meinung, dass die Patienten am Besten wissen was sie benötigen und entsprechend hat man ganz viel Mitspracherecht bei den verordneten Therapien. Psycholonkologische und kreative Angebote sind sogar ganz freiwillig. Niemand wird gezwungen sich auf etwas einzulassen das er nicht möchte. „23.05.-14.06.17 Nachlese „echte“ Reha in Scheidegg“ weiterlesen

29.08.17 Und dann ist auf einmal doch alles anders…

Puh, eine lange Zeit ist vergangen. Eine Zeit mit vielen Veränderungen. Das sich etwas tun musste, war schon im März klar. Aber was daraus geworden ist war damals noch nicht abzusehen.

Anfang Mai war der 0-Punkt erreicht. Nichts ging mehr.

Und doch war dieser Punkt so wichtig und kam im genau richtigen Moment. Denn 14 Tage später erhielt ich einen Anruf von der Reha-Klinik ob ich nicht spontan am nächsten Tag meine Reha beginnen will. Wäre es mir nicht so schlecht gegangen und von meiner Frauenärztin bereits aus dem Verkehr gezogen worden hätte ich nie JA dazu sagen können.

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19.03.17 Alternative Therapieformen

Klar liest man viel über Krebs und unterstützende Therapien um ein Rezidiv zu vermeiden. Manche machen eine Misteltherapie. Andere verzichten auf alle möglichen Lebensmittel und Kosmetika um hormonell bedingten Krebs ein Schnippchen zu schlagen. Gerade wieder gelesen: „Bei Frauen mit hormonabhängig wachsendem Brustkrebs senkt Sport den Östrogenspiegel in Blut und Gewebe ebenso wie eine medikamentöse antihormonelle Therapie.“ Bingo, das passt und der Plan ist gefasst.

Ich geh wieder radeln!

Als der Radgott das Cyclocross erfunden hat, hat er sicherlich auch an mich gedacht😂. Ich geb‘ es zu, ich bin ein wenig verliebt😍 in mein neustes Velo.

 

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07.03.17 Im hohen Norden

Schweren Herzens habe ich spontan die ITB in Berlin abgesagt. Bin also nur mit nach Hamburg zu einem Meeting und habe dann den Rest der Geschäftsführung alleine nach Berlin ziehen lassen. Das ist mir schon echt schwer gefallen, aber auch das gehört zu meinem Programm wieder mehr Lebensqualität zu bekommen.

Hatte dann noch einen wunderschönen Abend in Hamburg mit meiner Tochter.

Lisi, dass müssen wir öfter machen!

01.03.2017 Tief im Tal

IMG_3148Wow, fast zwei Monate hab ich jetzt mal so richtig in ’nem echt tiefen Loch gesteckt. Habe gar keine Worte gefunden das hier auszudrücken.

Ich war schon fast am Aufgeben mit der Antihormontherapie. Das Tamoxifen hat mich körperlich und seelisch immer mehr zermürbt.

Den ersten Rettungsanker habe ich mit einem Reha-Antrag geworfen. Habe mich dazu entschlossen, weil ich einfach nichts unversucht lassen will mit den Nach- und Nebenwirkungen der Therapien umgehen zu lernen. Jetzt ist abwarten angesagt was die Rentenversicherung dazu sagt.

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17.02.17 Nachsorge Vol. 2

Viele 🦀ies gehen immer mit einem sehr mulmigen Gefühl zur Nachsorge. Das bleibt mir zum Glück erspart. Bis jetzt denke ich noch: „falls wieder ein Befund da sein sollte, dann geht es halt in die nächste Runde, hab‘ ja jetzt Übung“. Hoffentlich bewahre ich mir diese Einstellung noch ein Weilchen.

Meine Gyn hat noch eine Chance bekommen. Nach der für mich doch sehr ernüchternden 1. Nachsorge kam ich diesmal gut vorbereitet in die Praxis. Das hat meine Ärztin auch ganz deutlich an meinem vollgeschriebenen DIN a 4 Papier 📝 gemerkt. So konnten viele Fragen geklärt werden und sie hat mich sogar später noch einmal angerufen um Sachen abzuklären.

Bei der eine Woche später durchgeführten Mammographie (Brustquetsche wie ich sie gerne liebevoll bezeichne) und dem Ultraschall war dann auch alles bestens. So kann’s gerne weitergehen.

05.01.17 Langzeitüberlebende

Neulich bin ich im Zeitungsregal bei der brigitte_woman_logo hängen geblieben. Bin eigentlich keine typische Frauenzeitschriftenleserin aber die Themen Frau und Hund, wie bringe ich die Kinder aus dem Haus und Leben nach dem Krebs haben einfach gepasst wie die Faust aufs Auge 😁
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Der Beitrag Leben nach dem Krebs sprach mir in vielen Belangen aus der Seele. Krebs ist tatsächlich nicht einfach so weg, auch wenn man als geheilt gilt. Sei es im Gedanken oder im Körper, er macht einfach immer wieder mal auf sich aufmerksam. Ein toller Bericht um zu verstehen wie ehemalige Krebsies auch nach Jahren noch ticken und fühlen können.

In dem Artikel auch zu lesen: fünf Jahre nach der Diagnose gelten Menschen, die an Krebs erkrankt waren, als Langzeitüberlebende. Krasser Begriff, oder? Bin aber voll und ganz damit einverstanden wenn ihr mich im Jahr 2021 dann mit: „Hallo, du Langzeitüberlebende“ begrüsst😝.

Vielen Dank an die brigitte_woman_logo für die Erlaubnis den Beitrag hier zu veröffentlichen.