23.05.-14.06.17 Nachlese „echte“ Reha in Scheidegg

Zwei Tage vor Himmelfahrt rief mich also die Paracelsus Klinik Scheidegg an und stellte die entscheidende Frage ob ich spontan am nächsten Tag meine Reha beginnen möchte.

Heilfroh, aber auch mit einem mulmigen Gefühl jetzt zu lauter krebskranken Menschen zu fahren ging es dann also am 23.05. ins Allgäu.

Die Ärzte in Scheidegg sind der Meinung, dass die Patienten am Besten wissen was sie benötigen und entsprechend hat man ganz viel Mitspracherecht bei den verordneten Therapien. Psycholonkologische und kreative Angebote sind sogar ganz freiwillig. Niemand wird gezwungen sich auf etwas einzulassen das er nicht möchte. „23.05.-14.06.17 Nachlese „echte“ Reha in Scheidegg“ weiterlesen

19.03.17 Alternative Therapieformen

Klar liest man viel über Krebs und unterstützende Therapien um ein Rezidiv zu vermeiden. Manche machen eine Misteltherapie. Andere verzichten auf alle möglichen Lebensmittel und Kosmetika um hormonell bedingten Krebs ein Schnippchen zu schlagen. Gerade wieder gelesen: „Bei Frauen mit hormonabhängig wachsendem Brustkrebs senkt Sport den Östrogenspiegel in Blut und Gewebe ebenso wie eine medikamentöse antihormonelle Therapie.“ Bingo, das passt und der Plan ist gefasst.

Ich geh wieder radeln!

Als der Radgott das Cyclocross erfunden hat, hat er sicherlich auch an mich gedacht😂. Ich geb‘ es zu, ich bin ein wenig verliebt😍 in mein neustes Velo.

 

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17.02.17 Nachsorge Vol. 2

Viele 🦀ies gehen immer mit einem sehr mulmigen Gefühl zur Nachsorge. Das bleibt mir zum Glück erspart. Bis jetzt denke ich noch: „falls wieder ein Befund da sein sollte, dann geht es halt in die nächste Runde, hab‘ ja jetzt Übung“. Hoffentlich bewahre ich mir diese Einstellung noch ein Weilchen.

Meine Gyn hat noch eine Chance bekommen. Nach der für mich doch sehr ernüchternden 1. Nachsorge kam ich diesmal gut vorbereitet in die Praxis. Das hat meine Ärztin auch ganz deutlich an meinem vollgeschriebenen DIN a 4 Papier 📝 gemerkt. So konnten viele Fragen geklärt werden und sie hat mich sogar später noch einmal angerufen um Sachen abzuklären.

Bei der eine Woche später durchgeführten Mammographie (Brustquetsche wie ich sie gerne liebevoll bezeichne) und dem Ultraschall war dann auch alles bestens. So kann’s gerne weitergehen.

05.01.17 Langzeitüberlebende

Neulich bin ich im Zeitungsregal bei der brigitte_woman_logo hängen geblieben. Bin eigentlich keine typische Frauenzeitschriftenleserin aber die Themen Frau und Hund, wie bringe ich die Kinder aus dem Haus und Leben nach dem Krebs haben einfach gepasst wie die Faust aufs Auge 😁
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Der Beitrag Leben nach dem Krebs sprach mir in vielen Belangen aus der Seele. Krebs ist tatsächlich nicht einfach so weg, auch wenn man als geheilt gilt. Sei es im Gedanken oder im Körper, er macht einfach immer wieder mal auf sich aufmerksam. Ein toller Bericht um zu verstehen wie ehemalige Krebsies auch nach Jahren noch ticken und fühlen können.

In dem Artikel auch zu lesen: fünf Jahre nach der Diagnose gelten Menschen, die an Krebs erkrankt waren, als Langzeitüberlebende. Krasser Begriff, oder? Bin aber voll und ganz damit einverstanden wenn ihr mich im Jahr 2021 dann mit: „Hallo, du Langzeitüberlebende“ begrüsst😝.

Vielen Dank an die brigitte_woman_logo für die Erlaubnis den Beitrag hier zu veröffentlichen.

20.12.16 Die besinnliche Zeit

img_0349Advent – die Zeit der Besinnlichkeit 

Tatsächlich fühle ich mich in diesem Jahr besonders. Es spukt viel mehr Gedankengut durch meine grauen Zellen wie gewöhnlich um die Weihnachtszeit.

Man könnte fast von einer gewissen Nachhaltigkeit meines temporären Mitbewohners sprechen.

Was mich so bewegt?

Das Leben und alles was damit zusammen hängt.

Wir haben alle gestern wieder mit erlebt, unser Leben ist endlich, nicht wirklich planbar und unser Schicksal nicht beeinflussbar.

Wie sagte Sting einmal in einem Interview:

„Wenn mir der Arzt heute eröffnen würde, dass ich bald sterbe, würde ich antworten: ich habe ein großartiges Leben gehabt!“.

Seh ich ganz genau so!

 

 

 

 

25.11.16 Nachsorge – what the f…

So, also jetzt die erste offizielle Nachsorge bei meiner Frauenärztin, nachdem ich im September ja noch abgebügelt wurde: „Für Nachsorge ist es noch viel zu früh, wer hat ihnen den Termin überhaupt gegeben?“

Was soll ich sagen? Finde eigentlich gar keine richtigen Worte für das Geschehene.

Aufruf. Ab ins Untersuchungszimmer. Abtasten der Brust (in jeder Patienteninfo steht, dass dies kurz vor der Menstruation wenig Sinn macht) und erst nach mehrmaligem Klagen über meine Nebenwirkungen des Tamoxifen bekomme ich ein Infoblatt eines Pharmakonzerns In die Hand gedrückt: „Das können sie mal ausprobieren, soll wirken müssen sie aber selbst zahlen!“

Das war’s!

Die Zeit hätte ich mir echt sparen können. Keine Untersuchung auf mögliche Wucherungen in der Gebärmutter, kein Gespräch in ruhiger Atmosphäre wie es mir jetzt überhaupt so geht. Zu guter letzt wurde mein Rezept für Tamoxifen auch noch vergessen. Ich bin richtig wütend 😡 dass man eine Patientin so behandelt. Sicher, mich hat die Krebserkrankung psychisch nicht so sehr belastet, aber dennoch erwartet man, dass man ernst genommen wird. Vielleicht ist die Zeit reif den Arzt zu wechseln.

 

30.10.16 Spontan geht immer

Das kommt dabei raus wenn man Freitag nachmittags gefrustet spontan entschließt der Sonne entgegen zu fahren:

2000 Höhenmeter, 3 Gipfel, 1 traumhafter See, 65 km Allgäu unter den Füßen und 15 Sonnenstunden.

Die neue Woche kann kommen. Sonnenenergie dafür ist genug getankt.

Mag die Zukunft bringen was will, solche Momente bleiben für immer.

 

17.10.16 Klinik Alltag

Ich muss jetzt hier erst mal die Patienten loswerden!

Da fühlt man sich doch gleich wieder gut aufgehoben.

img_0232Willkommen zurück in der Strahlenklinik in Marburg. Die erste Nachuntersuchung steht an. Bin gespannt!

Sicher, dass fünf Ärzte am Montag morgen mit ’nem gelben Schein wedeln ist bestimmt für das restliche Personal in der Strahlenklinik nicht angenehm.

Und natürlich bin ich auch nach der ersten 3/4 Stunde Warten darauf hingewiesen worden, dass es heute mal wieder länger dauert (hab ich mir eigentlich auch genauso vorgestellt). Trotzdem hinterlässt es schon im Flur vor dem Arztzimmer ein ungutes Gefühl wenn du den Arzt an einer Tour von A nach B hetzen siehst und den oben genannten Satz von ihm aufschnappst. „17.10.16 Klinik Alltag“ weiterlesen

06.10.16 Trailst du schon oder läufst du noch

Es kommt wieder…

das Gefühl sich mal so richtig verausgaben zu wollen.

Angeschlichen hat es sich schon gestern. Nach dem super schönen Ornach Trail mit dem Radl, den ich bisher noch nie so sauber hinbekommen habe (danke Alex von den Trailgämsen für das super Training am Dienstag) , hatte ich immer noch nicht genug vom Bergauf fahren. Da musste heute also was passieren. Meiner Trailrunning Karriere stand nichts mehr im Wege.

Für alle die jetzt mit dem Begriff nix anfangen können. So schnell wie möglich auf unwegsamen Wanderwegen de Berch enuff und im doppeltem Tempo wieder nunner (den Berg hoch und runter, für alle Nichthessen).

Das hat einfach nur Spaß gemacht. Ok mein Fitnesstracker hat mir nach der Einheit mit fast 500 Höhenmetern eine Erholungszeit von 55! Stunden empfohlen, aber so lang wird es wohl im Allgäu nicht dauern bis der nächste Berg mich sieht.

img_2973Mein gelieberter Ehemann, ich befürchte du hast bald wieder eine Frau die immer noch einen drauf setzen will. Vielleicht erinnerst du dich ja noch wie das noch im letzten Jahr war? Könnte also wieder etwas anstrengender werden. Sorry, aber ich freu mich drauf! 😘

Erst wenn man es wieder fühlt, merkt man was man eine lange Zeit vermisst hat.

28.09.16 Immer schön flexibel bleiben

Das wär‘ letztes Jahr noch das absolute No-Go gewesen…

Beim Radeln den Lift nutzen!

Aber wisst ihr was?

Neue Situationen erfordern ungewöhnliche Entscheidungen.

Wäre doch auch zu schade, dem Spaß am Downhill nur deshalb eine Abfuhr erteilen zu müssen, weil die Kraft grad nicht für beide Richtungen reicht.img_2956

Rekonvaleszenz läuft👍

Viele Grüsse aus der privaten Reha Klinik Burgberg.