20.11.21 Was davon blieb…

Ich wollte geduldig sein. Wollte mir Zeit gebe. Die Hoffnung trotzdem behalten, dass sich etwas bessern wird.

Nun sind fünf Monate Tamoxifen Abstinenz vorbei und es geht mir…

…eigentlich noch etwas schlechter wie vorher.

Es wurde sogar erst einmal deutlich schlechter. Zwischendrin hatte ich so eine Phase in der ich einfach nicht mehr akzeptieren wollte, dass ich immer noch so erschöpft bin und sich die Schmerzen überhaupt nicht zähmen lassen. Es war die Zeit in der ich sogar Mühe hatte meinen Hundespaziergang zu Ende zu bringen und ich mich von mir selbst im Stich gelassen gefühlt habe.

In dieser Zeit habe ich also eine To-Do Liste geschrieben. Wollte herausfinden was mir wirklich fehlt, was ich doch noch tun könnte um dieser Sch…. Erschöpfung endgültig den Garaus zu machen. Habe die deutsche Fatique Gesellschaft, die Charité und ein Onko-Sport Portal angeschrieben. Die Informationen die ich da erhielt waren aber doch sehr mager und einen passenden Onko-Sport Berater für das Allgäu habe ich leider auch nicht finden können. Ich habe wieder angefangen eine Energietagebuch zu führen. Danach habe ich mir auf Social Media Gruppen für CFS/ME gesucht und dort stundenlang in den Dateien geforscht um irgendetwas zu finden was meinen Zustand doch noch verbessern könnte. Da gab es teilweise abenteuerliche Tipps und verwegene Vorschläge die mich auch nicht wirklich weiter gebracht haben.

Schließlich und endlich habe ich die To-Do Liste beiseite gelegt und wieder zu meinem Frieden gefunden. Dem Frieden, es so zu nehmen wie es ist. Hand in Hand zu gehen mit meiner Fatique, sie wie ein kleines quengelndes Kind zu akzeptieren und uns gemeinsam wieder auf andere Gedanken zu bringen. Wie ich das geschafft habe? Über mein kleines Helferlein lest ihr hier mehr.