31.05.16 Es geht wieder los!

Morgens 6.00 Uhr. Im Feld ist die Welt noch in Ordnung.

Jetzt um 7.00 Uhr fängt das Warten wieder an. Bin auf Aufnahmestation 2b angekommen. Und warte…

Die OP ist eigentlich erst für 13.00 Uhr geplant. Keine Ahnung was ich hier so früh  schon soll. Bin bockig. Werde das OP Hemd jetzt noch nicht anziehen.

Ja ich geb’s zu. Ich hab‘ heut keine Lust auf den Mist. Keine Lust auf Konversation mit Mitpatienten  und Aufwachstation wo alles um einen rum stöhnt (wahrscheinlich stöhn ich selber, krieg’s nur net mit😜).

Zu allem Überfluss habe ich gestern an der Arbeit gemerkt, dass das Abgrenzen von Aufgaben extrem schwer ist. Letztendlich bin ich fast aus dem Büro geflüchtet weil ich echt überfordert war mit der Situation. Da muss ich noch an mancher Stellschraube drehen 🔩.

 

 

29.05.16 laaangweilig…

Jetzt ist es also passiert.

Die Langeweile hat mich mit voller Breitseite erfasst.

Will mich endlich wieder bewegen, auspowern, dumme Sachen machen.

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10 Tage nach der OP

Aber es geht noch nix. Meine Wunden sind noch nicht verheilt und melden sich tags wie nachts doch immer noch zu Wort. Heute war ich wenigstens so mutig und habe alle Pflaster entfernt.

 

 

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Quell des Lebens

Mein sehnsüchtiger Blick geht ins Sportzimmer. Wenigstens ein wenig wohl dosierten Sport dort hätte ich mir vor der ersten OP zum jetzigen Zeitpunkt vorstellen können.

 

Und dann verlängert sich die Ruhepause durch die zweite OP am Dienstag noch mal.

Ach, was beschwer ich mich eigentlich. War doch klasse der Gang mit dem Staubsauger heut durch’s ganze Haus 😉

Heut‘ Abend wird Zerstreuung im Kino Grünberg gesucht. Wir lassen uns mal Schrotten.

 

 

28.05.16 Danke Jungs!

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JC Grünberg. Mein Verein

Danke Jungs für diesen geilen Tag in Elz.

Ihr habt wahre Größe gezeigt heute bei der Landesliga und mir mit euren Kämpfen ein absolutes Highlight der Woche beschert.

Da war es dann auch egal, dass die Nacht eher unruhig war, weil ich mir wohl doch etwas viel zugemutet habe.

Jeder einzelne Ippon von heute wird mich am Dienstag in den OP begleiten.

Versprochen, ich setz‘ noch einen drauf!

26.05.16 Burger-Sport

IMG_2637So sieht also seit der OP mein tägliches Sportprogramm aus.

Zugegeben, dass ist jetzt grad nicht der Hammer was da abläuft, aber wenn’s beweglich macht, wird halt täglich geübt.

Aber auf ewig wird dieses Übungsprogramm nicht mein Freund.

Heut wird mal richtig geschlemmt, um die mittlerweile verlorenen Pfunde wieder auf die Rippen zu bekommen.

Selbstgebaute Burger vom Burgermeister aus Grimmich

Jeder Burger ein Viertelpfünder
Jeder Burger ein Viertelpfünder

 

 

25.05.16 Der Kampf geht weiter

Da lag ich doch schon mit Yuko vorne, da zieht mein gegnerischer Mitbewohner mit Waza-ari an mir vorbei.

War gerade auf dem Weg zur Arbeit heute morgen als das Telefon klingelt.

Vorwahl 06404: es wird doch nicht das Krankenhaus sein?

Doch es war’s.

Die erste Hoffnung Fr. Dr. Köcker-Korus bedankt sich nur für meinen Trans-Alp Tipp bestätigt sich nicht. (War wohl auch ein naiver Gedanke, oder was denkt ihr?)

Der Pathologe hat festgestellt, dass um den entfernten Tumor zu wenig gesundes Gewebe ist.

Das heißt auf deutsch „ich muss noch mal unter’s Messer“.

Nee, das hätte nicht wirklich sein müssen, ist dann aber halt so. Nächsten Dienstag rück ich wieder ein.

Wie entspannend war dann der Nachmittag an der Arbeit. Einfach nicht nachdenken nur „Schaffen“.

Auf den Schreck gibt's heut Abend feinsten Hopfentrank
Auf den Schreck gibt’s heut Abend feinsten Hopfentrank

 

 

23.05.16 Das Warten beginnt

Jetzt beginnt also das Warten auf die pathologischen Ergebnisse der OP.

Der Termin zur Besprechung der weiteren Behandlung konnten wir heute auf den 10.06. vorverlegen.

Bis dahin ist jetzt viel Geduld notwendig, denn natürlich würde ich lieber heute wie morgen wissen wie es weitergeht.

Dafür muss ich aber auch erst am 03.06. zur nächsten Untersuchung, dem Skelettszintigramm, wieder antanzen.

Heute noch in die Post gesteckt!

 

 

22.05.16 Soll erfüllt

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Geht doch schon wieder ganz gut, oder?

Zugegeben, die 5,7 km bin ich nicht am Stück gelaufen. Habe mir auch zwei große Ruhepausen und einen Besuch in der Eisdiele Grünberg mit Matthias, Tom Felix und Kim Melissa gegönnt.

Dann noch flux Arbeit für morgen in Marburg abgeholt und jetzt wird sich auf den Tatort vorbereitet.

Es läuft gut, ich bin sehr zufrieden.

 

 

 

 

21.05.16 Auf Wiedersehen

Eigentlich hätte ich lieber „und Tschüss“ sagen wollen.

Aber ich werde das Krankenhaus in Lich ja auf jeden Fall wieder sehen.

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Der Blick heute morgen aus meiner *****Herberge

Die zweite Drainage ist heute also dann auch gezogen worden. Alle OP Wunden sehen im Ultraschall sehr gut aus, und so durfte ich dann heute wieder nach Hause gehen.

Nicht ohne IHN wieder zu sehen:

DR. CHAOS

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20.05.16 Wenn schon, denn schon

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Daumen hoch. Das wird!

Wenn man etwas macht dann richtig, oder?

Es sind beide Brüste operiert worden. Rechts war ja der Tumor klar diagnostiziert. Dort sind auch die Wächterlymphknoten mittels Geigerzähler ausfindig gemacht und entfernt worden. Bei der linken Brust wurde ein verdächtiger Befund gestern noch markiert und dann in der OP ebenfalls entfernt.

Das ist dann doch wohl eher selten so zumindest die Reaktion der Krankenschwestern.

Es ist schon immer etwas merkwürdig wenn man von Mitpatienten gefragt wird weswegen man hier ist. Die Diagnose Brustkrebs lässt dann viele erst mal verstummen. Möchte aber ehrlich sein und kein Drama daraus machen.

Geschäftstüchtig wie man nun mal ist hat Fr. Dr. Köcker-Korus heute morgen gleich eine Velociped Radreise offeriert bekommen. Und noch Tipps für eine gute Vorbereitung auf eine Trans Alp mit dazu. Wir würden bestimmt auch gut zusammen radeln gehen können.

 

19.05.16 Geduldsprobe

Ein langer Tag liegt hinter mir.

Um 5.30 Uhr letzter Merlin Spaziergang. Dann ab nach Lich. Hier müsste sich Matthias direkt verabschieden.

Leider ging der Zeitplan total daneben. Geplant war, dass ich als 2. in den OP komme und um 13 Uhr schon auf Station bin.

Tatsächlich wartete ich um 13 Uhr immer noch darauf in den OP zu kommen. Das Warten hat sehr geschlaucht.

Entsprechend ging es mir dann auch als ich um 17.00 Uhr endlich auf Station war.

Grosser Haken an den Tag und weiter geht’s…